Prozess

Damit BGF nachhaltig verankert und effektiv realisiert werden kann, ist ein systematisches und zielgerichtetes Vorgehen im Sinne des Projektmanagements erforderlich (vgl. Abb.).

Warum haben die beteiligten Betriebe BGF eingeführt?

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen führen dazu, dass Betriebe ein zunehmendes Interesse an Betrieblicher Gesundheitsförderung entwickeln. Die Notwendigkeit, älter werdende Belegschaften leistungsfähig zu erhalten, die Attraktivität für junge Fachkräfte zu steigern, Krankenstände und Leistungsausfälle zu reduzieren und der Wunsch, die Zufriedenheit und Sicherheit der Mitarbeiter zu fördern, verlangen nachhaltige Lösungen.

Welches waren „erste Schritte“ bei der Einführung der BGF?

Für die beteiligten Betriebe bestanden die ersten Schritte darin, die Leitung von der Sinnhaftigkeit des BGF zu überzeugen, eine geeignete Projektstruktur z.B. in Form von Arbeitskreisen und Projektgruppen zu entwickeln und gemeinsame Ziele zu setzen. Für alle genannten sowie weiteren Maßnahmen ziehen sich die Institutionen externen Sachverstand hinzu.

Welche Rolle spielt die innerbetriebliche Kommunikation in der Gesundheitsförderung?

Alle Betriebe haben die Erfahrung gemacht, dass ein zeitnahes und intensives Informationsmanagement im gesamten BGF-Prozess von großer Bedeutung für die innerbetriebliche Akzeptanz ist. Die Kommunikation aller Schritte, Ziele, Entscheidungen und Zwischenergebnisse schafft Transparenz und vermittelt Wertschätzung. Informationsmedien, die die Unternehmen dabei nutzen, sind u.a. Gesundheitsberichte, Zeitschriftenbeiträge, Aushänge und das Intranet. Von großer Bedeutung sind außerdem dialogorientierte Kommunikationswege wie Mitarbeitergespräche und Rückmeldeveranstaltungen.

Wie haben die Betriebe ihren Bedarf für Betriebliche Gesundheitsförderung ermittelt?

Die Möglichkeiten zur Ermittlung des betriebsspezifischen Bedarfs für BGF sind vielfältig. Krankenstandsdaten stellen dabei nur einen von vielen möglichen  Indikatoren dar. Große Bedeutung kommt daneben Beschäftigtenbefragungen zu, weil sie früher als Krankenstände Aufschluss über den Verbesserungsbedarf geben können. Zur Ergänzung und Vertiefung empfehlen sich in jedem Fall kommunikative Instrumente, insbesondere Gesprächstruppen, Mitarbeitergespräche und dialogorientierte Arbeitsplatzanalysen.

Welche Erfolge konnten die Betriebe mit Gesundheitsförderung erzielen?

In den beteiligten Betrieben ist das Bewusstsein für die Bedeutung von Gesundheit als Erfolgsfaktor auf allen Ebenen gestiegen. Betriebliche Gesundheitsförderung als Unternehmensstrategie hat Eingang in die Köpfe der Führungskräfte und der Mitarbeiter gefunden.  Verbesserungen in den Bereichen Arbeitsklima und Führung förderten Motivation, die Bereitschaft zu Kooperation und die Identifikation mit dem Betrieb. Dadurch hat sich das Image der Betriebe in der Öffentlichkeit und die Attraktivität als Arbeitgeber weiter gestärkt.

 

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